Was sind die Vorteile von Training mit Bändern gegenüber dem Training mit Gewichten und an Maschinen?

Sie sind extrem vielseitig

Im Prinzip kann man mit Fitnessbändern jede Übung machen, die man auch mit Gewichten und/oder an Kraftmaschinen machen kann. Jedoch:

  • kann man die Widerstände (Gewichte) stufenlos und in Sekundenschnelle verändern
  • braucht man ein Bruchteil an Platz für die Übungsdurchführung (siehe auch unten)
  • kann man mit einem einzigen Band eine große Vielzahl von Übungen machen kann, was an Kraftmaschinen selten der Fall ist

Man kann Widerstandsbänder nicht nur anstelle von Gewichten verwenden, sondern auch mit Gewichten. Dies fügt zusätzliche Herausforderungen hinsichtlich Gleichgewicht und Koordination für ein wirklich vielfältiges und mitunter anstrengendes Training hinzu.

Ein großer Vorteil des Trainings mit Athletikbändern ist die Möglichkeit, dass man eigentlich jede motorische Grundfähigkeit (Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Koordination) sowie die begleitenden Fähigkeiten wie Flexibilität, Stabilisation, Balance trainiert werden können.

Darüber hinaus können Widerstandsbänder nicht nur zur Leistungs- oder Kraftsteigerung eingesetzt werden, sondern auch zur Erwärmung, zur Aktivierung und Verletzungsprophylaxe (Prehab) vor dem Training, zur Ausführung von Korrekturübungen in der Rehabilitation und vor allem auch im Functional Training.

Alles Dinge, die mit Gewichten und Maschinen bei weitem nicht möglich sind.

Letztlich, und das ist ebenfalls nicht unbedeutend, weil es die Attraktivität für weitere Zielgruppen erhöht, ist die Fähigkeiten von Athletikbändern, nicht nur die Übungen schwerer zu machen (band resisted), sondern auch einfacher (band assisted). Das ist oftmals notwendig, um Übungen überhaupt erst einmal ausführen zu können (z.B. Liegestütz, Klimmzug, eine ordentliche Kniebeuge) oder die für eine geplante Kraftentwicklung notwendige Wiederholungszahl zu erreichen.

Sie sind platzsparend und leicht

Widerstandsbänder sind klein und handlich und mit wenig Eigengewicht. Damit kann man sie eigentlich überall mit hinschleppen; nach Hause, ins Büro, in den Park, auf Reisen, aber auch in das Fitness-Studio.

Das hat den Vorteil, dass man immer und überall trainieren kann. Man könnte auch behaupten, dass es aber nun den Nachteil, dass man keine Ausreden mehr hat, sein Training wegen zeitlichen oder örtlichen Wechseln zu unterbrechen.

Nichtsdestotrotz kann man die gleichen Widerstände entwickeln, die man von Gewichten und Maschinen „erwartet“ (mal abgesehen von Powerliftern und Gewichthebern).

Sie sind preiswert

Widerstandsbänder sind eine der kostengünstigsten Methoden, um ein vollständiges Training zu erhalten. Auch könnte man für die Summe eines Monatsbeitrages für ein Fitness-Studio im mittleren Preissegment ein Bänder-Set erwerben, mit welchem man jahrelang variable und umfangreich trainieren kann (und das, wie gesagt, immer und überall, ohne ins Fitness-Studio gehen zu müssen).

Man sollte aber nicht immer auf den absoluten Preis schauen. Wie meistens im Leben, kommt man mit billig nicht weit und Qualität zahlt sich letztendlich aus. Es ist besser uaf das Preis-Leistungsverhältnis zu schauen.

Zudem sollte man auch den Gruppenrahmen betrachten, da wird es noch eindrücklicher. Eine ganze Gruppe regelmäßig in eine Fitness-Studio zu bringen oder dafür Geräte zu kaufen, ist ungleich teurer, als die Gruppe mit Bändern trainieren zu lassen. Mal abgesehen vom Fun-Faktor.

Apropos: Fun-Faktor – Bänder bringen Abwechslung

Wer ein ausgemachter „Eisen-Fan“ ist, dem kann nicht geholfen werden (vielleicht erst später, wenn die Gelenke anfangen zu schmerzen). Allen anderen kann nur die Vielfalt der möglichen Übungsvarianten, die sich durch die Nutzung von 1-3 unterschiedlichen Bändern ergeben, ans Herz gelegt werden.

Eines der Trainingsprinzipien ist Variabilität, also oft andere Sachen machen  und andere Muskeln und Muskelgruppen ansprechen. Natürlich kann man jeden Tag an ein anderes Gerät im Fitness-Studio, aber die Auswahl ist endlich. Gewöhnung ist gefährlich, wobei das die Alltagsanforderungen und die meisten Sportarten anders funktionieren, als Maschinen. Die Übungsvielfalt mit Bändern ist unvergleichbar größer.

Zudem kommt, dass man wichtige Sachen wie Koordination, Stabilisation, Flexibilität und ähnliches so gut wie nicht mit Gewichten und Maschinen trainieren kann.

Mithin lassen sie sich leicht mit anderem Equipment wie Bällen, Jumper, Stepper und natürlich auch Gewichten kombinieren.

Ganz davon zu schweigen, wie abwechslungsreich ein Band-Training in einer Gruppen oder einem Team sein kann, in dem man paarweise oder in einem Circuit trainiert.

Sie eignen sich hervorragend für andere Zielgruppen

Personengruppen, die wenig mit Gewichten oder Maschinen anfangen können bzw. denen der Zugang dazu versperrt ist, aus welchen Gründen auch immer, können von Band-Training profitieren. Kinder und Jugendliche, (bewegungseingeschränkte) Senioren, frisch Operierte, um nur einige zu nennen, finden schnell und nützlichen Zugang zu Bändern.

 

Sie bieten mehr Spezifität

Einerseits ist es mit Band-Training möglich, ganz gezielt Muskeln, vor allem auch die kleineren Muskeln, die zur wichtigen Gelenkstabilisation beitragen, isoliert anzusprechen und zu trainieren.

Andererseits kann das Training sozusagen in jeder Richtung erfolgen, da das Band-Training unabhängig von Gravität (Erdanziehung = alles fällt nach unten) ist. Man spricht auch von Vector-Training (mehr dazu siehe unten).

Unser Alltag findet aber nicht nur von oben nach unten statt, sondern seitwärts, rückwärts, rechts. links, oben, unten und in allen Kombinationen davon (z.B. mit dem Einkaufswagen im Supermarkt herumfahren). Mit vectoralem Band-Training kann man daher alle Alltagsbewegungen  nachstellen und trainieren. Das nennt man spezifisch.

Das Gleiche gilt für sportartspezifische Bewegungen (z.B. ein Handballwurf).

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